Archiv der Kategorie: Miniaturstädte

Miniaturstadt Bützow

Zwischen Rostock und Schwerin liegt der Ort Bützow. Der Bahnhof ist saniert und es existiert ein Leitsystem, welches in die Bahnhofshalle bzw. aus dem Bahnhofsgelände heraus führt. Ist dieses zu Ende, trifft man rechts gleich auf eine Bushaltestelle. Von hier aus kann man, zumindest wochentags, bequem mit dem Bus bis zu Famila fahren. Von dort aus sind es nur noch wenige Meter zum Miniaturpark im Ausstellungsgelände des BQG e. V. (Beschäftigung- und Qualifizierungsgesellschaft).
Will man zu Fuß gehen, wendet man sich nach links (besser ist es, wenn man die Straßenseite wechselt) und folgt der Hauptstraße etwa 1,5 km weit über eine Eisenbahnbrücke hinweg bis zu Famila. Auf dem Gelände des BQG entstanden seit 1995 als ABM-Maßnahmen 130 Modelle von historischen Gebäuden in Bützow, wie sie zwischen 1850 und 1910 dort standen. Die originalgetreuen Nachbauten wurden im Maßstab 1:10 gefertigt. Es sollen noch weitere 100 hinzukommen. Als Vorbilder dienten Häuser auf Fotos, Postkarten und Baupläne. In einem Blockhaus kann man winzige Details der Modelle abtasten, wie Türdrücker und Fenster. Für sehbehinderte und blinde Besucher ist das Berühren der Häuschen erlaubt. Ganz besonders hübsch fanden wir die Minimenschen, die man teilweise in den Minigebäuden findet. Auf dem parkähnlichen Gelände werden auch Wallanlagen, Straßenzüge mit Kopfsteinpflaster und Gewässer dargestellt. Außerdem gibt es auf dem Gelände Kräutergarten, Feuchtbiotop, Taststrecke, Backhaus sowie Tische und Stühle zum verweilen. Bei schönem Wetter kann man sich hier sicher für ein paar Stunden aufhalten. Geöffnet ist der Miniaturpark in der Nebensaison von Montag bis Donnerstag und von Mai bis Oktober auch an den Wochenenden. Besucheradresse: Miniaturstadt Bützow, Gewerbegebiet, Tarnower Chaussee / Nebelring, 18246 Bützow. Weitere Informationen auf: www.buetzow-schwaan.de.

Foto: Das im neugotischen Tudorstil erbaute Rathaus der Stadt Bützow erstrahlt in einem warmen gelbton. Das Modell besitzt ein mit Schiefer gedeckte Walmdach sowie viele Türmchen. Auf dem Bild ist auch der herrschaftliche und großzügige Eingang zu erkennen, der über eine Freitreppe zu erreichen ist. Über dem Eingang befindet sich ein Balkon, dessen Brüstung das Wappen Bützows ziert. Oberhalb des Balkons befindet sich eine Uhr.
Foto: Rathaus Bützow
Foto: Labrador Retriever Mexx sitzt an der Rückseite des blaugrauen Frauengefängnisses. Das Modell ist ca. doppelt so hoch wie Mexx.
Foto: Mexx am Frauengefängnis
Foto: Am Modell der Stiftskirche, welche aus rotem Backstein gefertigt ist, lassen sich die Strebepfeiler, Kaffgesims und die hohen drei- sowie vierteilige Spitzbogenfenster erkennen. Auf dem hohen roten Sattledach thront ein Dachreiter. Im Hintergrund befinden sich kleine Fachwerkhäuser der Bützower Innenstadt.
Foto: Stiftskirche St. Maria, St. Johannes und St. Elisabeth

Miniaturstad Wismar

Am Stadtrand von Wismar, im Lenensruher Weg 4, befindet sich das Ökologische Schulungszentrum (ÖSW). Auf dem Gelände des bürgeroffenen Zentrums für Umweltbildung und -beratung steht ein Teil der Wismarer Altstadt als Freilandmodell, welches nur während der Öffnungszeiten zugänglich ist. Dieses ABM-Projekt wurde vom der Qualifizierungs- und Entwicklungsgesellschaft (QEG) entwickelt und durchgeführt. An der praktischen Umsetzung waren Personen mit einer Behinderung, z. B. Hörbehinderte, beteiligt. Im Maßstab 1:10 werden die Häuser der Hafengegend und ausgesuchte Gebäude der Innenstadt gezeigt. Laut dem Prokuristen Horst Umland ist man beim Modellbau wie folgt vorgegangen:

Zur Vorbereitung waren Besichtigungen der Orginalgebäude zu machen, diese zu vermessen und Fotographien anzufertigen. Anschließend wurden maßstabsgerechte Bauzeichnungen aller Teile auf Papier gebracht. Erst dann konnte mit dem Modellbau begonnen werden. Jedes Modell steht auf einer Betongrundplatte, worauf die Rahmenkonstruktion aus Holz aufgebaut wurde. Die Wände und Dächer sind aus Fermacelplatten gefertigt. Darauf sind Gewebe und Putz aufgebracht. Zum Schluß erfolgt die Fassadengestaltung und das Dach. Die Dächer und die Backsteinnachbildungen sind aus Dachschindeln geschnitten und aufgeklebt. Am Schluß konnten die zahllosen Einzelteile wie Fenster, Türen, Dachrinnen, Verzierungen usw. angebracht werden. Natürlich müssen die kleinen Schmuckstücke ebenso wie ihre großen Vorbilder regelmäßig gepflegt und gewartet werden.

Wir finden der Aufwand hat sich gelohnt.

Foto: Links im Bild das Bürgerhaus "Alter Schwede". Das Bild zeigt das Backsteingebäude mit dem stufenförmigen aufwendig gestalteten Treppengiebel. Rechts neben dem Bürgerhaus, das Reuterhaus, originalgetreu nachgebaut, mit seinen zwei Etagen und einem Rundbogen über dem Eingang in der Höhe des Daches.  Links neben dem Reuterhaus sitzt ein Labrador, der im sitzen fast so hoch ist wie das Gebäude.
Bürgerhaus Alter Schwede, das Reuterhaus und ein Labrador
Foto: Aus Richtung des Hafens fotografiert, zeigt dieses Bild das Wassertor, eine bunte Häuserzeile und die Hafenmauer. Das orginalgetreu nachgebaute Wassertor in Backsteingotik zeigt den Giebel von der Hafenseite. Dieser besitzt ab dem Beginn des Satteldaches eine dreieckige Form. Der stadtseitige Giebel ist treppenförmig.
Foto: Wassertor aus Richtung Hafen
Foto: Ein Überblick über einen Teil der Modelle aus Höhe der Modelle fotografiert um deren Größe herauszustellen.
Modellübersicht
Foto: Einige Gebäude der Wismarer Altstadt. Zum Größenvergleich unser Tandem vor diesen Modellen.
Tandem und Gebäude
Foto: Das New Orleans, ein Hotel und Restaurant mit seinem cremefarbenen Neorenaissancegiebel. Der Ausschnitt zeigt die aufwendig eingefassten Fenster mit ihren Rundbögen und Dreiecken oberhalb selbiger.
New Orleans
Foto: Das stadtseitig fotografierte Wassertor vor strahlend blauem Himmel mit seinem Torbogen. Über diesem verläuft ein weißes Band. Der stadtseitige Giebel ist treppenartig und besitzt Zinnen. Innerhalb des Giebels sind weiße Blendbögen eingefasst.
Wassertor von der Stadtseite
Foto: Ein dreistöckiges Fachwerkhaus mit einem Spitzdach. Das Haus wurde schräg von der Seite fotografiert. Das Dach zeigt 2 übereinander liegende lange schmale Gauben, die sich fast über die gesamte Breite des Hauses erstrecken. Die Fensterrahmen des Hauses sind blau.
Fachwerkhaus

Besucheradresse:
Ökologisches Schulungszentrum Wismar, Lenensruher Weg 4, 23970 Wismar
Internet:Qualifizierungs- und Entwicklungsgesellschaft Wismar mbH – Ökologisches Schulungszentrum Wismar