Miniaturstad Wismar

Am Stadtrand von Wismar, im Lenensruher Weg 4, befindet sich das Ökologische Schulungszentrum (ÖSW). Auf dem Gelände des bürgeroffenen Zentrums für Umweltbildung und -beratung steht ein Teil der Wismarer Altstadt als Freilandmodell, welches nur während der Öffnungszeiten zugänglich ist. Dieses ABM-Projekt wurde vom der Qualifizierungs- und Entwicklungsgesellschaft (QEG) entwickelt und durchgeführt. An der praktischen Umsetzung waren Personen mit einer Behinderung, z. B. Hörbehinderte, beteiligt. Im Maßstab 1:10 werden die Häuser der Hafengegend und ausgesuchte Gebäude der Innenstadt gezeigt. Laut dem Prokuristen Horst Umland ist man beim Modellbau wie folgt vorgegangen:

Zur Vorbereitung waren Besichtigungen der Orginalgebäude zu machen, diese zu vermessen und Fotographien anzufertigen. Anschließend wurden maßstabsgerechte Bauzeichnungen aller Teile auf Papier gebracht. Erst dann konnte mit dem Modellbau begonnen werden. Jedes Modell steht auf einer Betongrundplatte, worauf die Rahmenkonstruktion aus Holz aufgebaut wurde. Die Wände und Dächer sind aus Fermacelplatten gefertigt. Darauf sind Gewebe und Putz aufgebracht. Zum Schluß erfolgt die Fassadengestaltung und das Dach. Die Dächer und die Backsteinnachbildungen sind aus Dachschindeln geschnitten und aufgeklebt. Am Schluß konnten die zahllosen Einzelteile wie Fenster, Türen, Dachrinnen, Verzierungen usw. angebracht werden. Natürlich müssen die kleinen Schmuckstücke ebenso wie ihre großen Vorbilder regelmäßig gepflegt und gewartet werden.

Wir finden der Aufwand hat sich gelohnt.

Foto: Links im Bild das Bürgerhaus "Alter Schwede". Das Bild zeigt das Backsteingebäude mit dem stufenförmigen aufwendig gestalteten Treppengiebel. Rechts neben dem Bürgerhaus, das Reuterhaus, originalgetreu nachgebaut, mit seinen zwei Etagen und einem Rundbogen über dem Eingang in der Höhe des Daches.  Links neben dem Reuterhaus sitzt ein Labrador, der im sitzen fast so hoch ist wie das Gebäude.
Bürgerhaus Alter Schwede, das Reuterhaus und ein Labrador
Foto: Aus Richtung des Hafens fotografiert, zeigt dieses Bild das Wassertor, eine bunte Häuserzeile und die Hafenmauer. Das orginalgetreu nachgebaute Wassertor in Backsteingotik zeigt den Giebel von der Hafenseite. Dieser besitzt ab dem Beginn des Satteldaches eine dreieckige Form. Der stadtseitige Giebel ist treppenförmig.
Foto: Wassertor aus Richtung Hafen
Foto: Ein Überblick über einen Teil der Modelle aus Höhe der Modelle fotografiert um deren Größe herauszustellen.
Modellübersicht
Foto: Das New Orleans, ein Hotel und Restaurant mit seinem cremefarbenen Neorenaissancegiebel. Der Ausschnitt zeigt die aufwendig eingefassten Fenster mit ihren Rundbögen und Dreiecken oberhalb selbiger.
New Orleans
Foto: Das stadtseitig fotografierte Wassertor vor strahlend blauem Himmel mit seinem Torbogen. Über diesem verläuft ein weißes Band. Der stadtseitige Giebel ist treppenartig und besitzt Zinnen. Innerhalb des Giebels sind weiße Blendbögen eingefasst.
Wassertor von der Stadtseite
Foto: Ein dreistöckiges Fachwerkhaus mit einem Spitzdach. Das Haus wurde schräg von der Seite fotografiert. Das Dach zeigt 2 übereinander liegende lange schmale Gauben, die sich fast über die gesamte Breite des Hauses erstrecken. Die Fensterrahmen des Hauses sind blau.
Fachwerkhaus

Besucheradresse:
Ökologisches Schulungszentrum Wismar, Lenensruher Weg 4, 23970 Wismar
Internet:Qualifizierungs- und Entwicklungsgesellschaft Wismar mbH – Ökologisches Schulungszentrum Wismar

2 Gedanken zu „Miniaturstad Wismar“

  1. Beneidens wert solche Kunstwerke da steckt bestimmt viel
    Arbeit dahinter .
    tolle Bauwerke das nenne ich mal wirkliche Kunst

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