Landwende in M-V?

„Herbizid Clomazone verbieten!

Nach 2001 und 2003, 2004 und 2007 hatte im August dieses Jahres erneut ein Dorf in der Nähe der Insel Usedom in Vorpommern unter den Folgen eines Clomazone-haltigen Herbizids zu leiden. Der Wirkstoff Clomazone unterbindet die Chlorophyll-Bildung in Pflanzen. Das Herbizid wird auf frisch eingesäten Rapsfeldern ausgebracht, um bestimmte Kräuter vor der Keimung der Rapspflanzen zu bekämpfen.

Bereits im Jahr 2001 gab es in Mecklenburg-Vorpommern über 50 Fälle, in denen ökologisch wirtschaftende Betriebe und Privatgärten durch Clomazone geschädigt wurden. Das Mittel verbreitete sich zum Teil über Hunderte von Metern in der Landschaft und färbte auf den Biofeldern die Pflanzen weiß. Die erste Ernte des damals neu gegründeten Betriebs Kräutergarten Pommerland eG wurde auf diese Weise vernichtet. Aktive Bürgerinnen und Bürger aus der Region Lassaner Winkel gründeten seinerzeit die Bürgerinitiative „Landwende“ und brachten die Fälle in die Öffentlichkeit, was zu schweren örtlichen Auseinandersetzungen führte. Immerhin bestand die Zulassungsbehörde auf einer Umformulierung des Mittels.

Dennoch wiederholte sich das Schadensbild im Jahr 2004 in gleichem Ausmaß. 2003 und 2007 wurden ähnliche Auswirkungen, doch in geringerem Umfang festgestellt.

Nun, 10 Jahre nach der ersten Havarie, ist ein Endpunkt erreicht: Nachdem das Clomazone-haltige Mittel Colzor Trio der Firma Syngenta am 21. August in der Nähe der Ortschaft Klein Jasedow gespritzt worden war, färbten sich Vogelmiere, Giersch, Kerbel, Salat-Saat, Rosentriebe, Brombeer- und Himbeerblätter und weitere Pflanzen, die noch junge Triebe hervorbringen, weiß. Einwohner litten, wie jedes Mal, wenn ein derartiges Herbizid versprüht wurde, tagelang unter Atemwegsbeschwerden, Kreislaufbeschwerden, Übelkeit und depressiver Stimmung.

Die Bürgerinnen und Bürger des am meisten betroffenen Dorfs Klein Jasedow wandten sich an das Landwirtschaftsministerium, das Gesundheitsamt, das Landespflanzenschutzamt und die Naturschutzbehörden. Anders als in den früheren Jahren wurden diesmal die Beschwerden ernstgenommen. Der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, wandte sich mit einem Brief an die Bundesministerin Ilse Aigner und forderte sie auf, eine erneute Prüfung des Mittels zu veranlassen. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit erließ eine „Ruhensanordnung“, die die weitere Anwendung Clomazone-haltiger Mittel bis auf weiteres untersagt.

Helfen Sie mit, das Herbizid Clomazone verbieten zu lassen

Das ist ein großer Erfolg für zivilgesellschaftliches Engagement! Allerdings erst ein Teilerfolg. Clomazone – ein Stoff, dessen Gesundheitsverträglichkeit für Menschen nie unter den realen Bedingungen in direkter Nachbarschaft zu großflächigem agrarindustriellem Anbau untersucht worden ist, muss EU-weit aus den Herbiziden verschwinden. Das Problem: Mecklenburg-Vorpommern ist bisher das einzige Bundesland, in dem eine Sensibilität der Einwohner für Schadensauswirkungen von Clomazone zu verzeichnen ist. Um die Position von Mecklenburg-Vorpommern in dieser Sache zu stärken, ist es nun wichtig, dass Betroffene in den übrigen Bundesländern aufmerksam ihre Gärten und Felder beobachten und entsprechende Schäden melden.

Wurde in Ihrer Nähe Raps ausgesät und unmittelbar danach gespritzt? Entdecken Sie helle Verfärbungen an sogenannten Zeigerpflanzen wie Vogelmiere, Melde, Brombeeren, Himbeeren, langen Blattgräsern, Rosengewächsen und jungen Pappeln? Auch frische Löwenzahntriebe und Brennnesseln zeigen Verfärbungen. Wie weit ziehen sich diese weiß gewordenen Pflanzen in umliegenden Gärten oder öffentliche Plätze?

Wenn Sie Schäden dieser Art entdecken:

* Rufen sie das zuständige Pflanzenschutzamt an und bitten Sie umgehend um einen Ortstermin zur Aufnahme des Schadensbilds. Melden Sie den Schaden dem Landwirtschaftsministerium. Berichten Sie von den bekannten Fällen in Mecklenburg-Vorpommern und ermuntern Sie die Beamten, beim Minister für ein Verbot von Clomazone zu plädieren.

* Informieren Sie Biobauern in Ihrer Umgebung und fragen Sie, ob sich diese in der Vergangenheit an weiß gefärbte Kräuter wie z.B. Vogelmiere im Spätsommer erinnern. Bitten Sie die Ökobetriebe, bei solchen Fällen Beschwerde beim Pflanzenschutzamt und Landwirtschaftsministerium einzulegen.

* Wenn Sie selbst von Clomazone-Schäden betroffen sind: Bringen Sie in Erfahrung, wann das Mittel ausgebracht wurde und dokumentieren Sie eventuelle Gesundheitsbeschwerden von Ihnen und Ihren Nachbarn in der fraglichen Zeit (ca. 10 bis 14 Tage nach Ausbringen des Mittels.). Setzen Sie sich deswegen mit Ihrem Hausarzt und den Gesundheitsämtern in Verbindung. Es ist wichtig, den Arzt aufzusuchen, denn die vermeintliche leichte Spätsommergrippe könnte eine Auswirkung des Spritzmittels sein. Da die Gesundheitsbeschwerden als „unspezifisch“ gelten, kann nur über dokumentierte Arztbesuche eine zeitliche Übereinstimmung mit dem Ausbringen der Chemikalie festgestellt werden.

Für die Kommunikation vor Ort ist wichtig zu verstehen, der örtliche Landwirt in der Regel keine Schuld an der Abdrift des Mittels trägt. In den allermeisten Fällen wird es entsprechend den technischen Vorschriften und „nach guter fachlicher Praxis“ angewendet. Die Abdrift ist Ergebnis der chemischen Eigenschaften des Wirkstoffs Clomazone, das einen hohen Gasdruck bereits bei relativ niedrigen Temperaturen aufweist. Das Problem sind also nicht unmittelbar die Landwirte, sondern die Herstellerfirmen und allen voran die Zulassungsbehörden.

Besorgte Bürgerinnen und Bürger in allen Bundesländern können jetzt dazu beitragen, Clomazone aus unserer Umwelt verschwinden zu lassen. Diese Nachricht sollte in so viele Netzwerke wie möglich weitergeleitet werden. Auf www.landwende.de werden wir Sie auf dem Laufenden halten.

http://www.landwende.de/

Mittlerweile ist der Stand, dass die Zulassung ruht, die Hersteller aber Widerspruch eingelegt haben. Dieser Widerspruch hat aufschiebende Wirkung,

das Mittel kann derzeit also weiter eingesetzt werden.“

„Die Sau ist uns nicht Wurst“

Die Bürgerinitiative „Rettet das Landleben am Tollensetal“ hatte am Samstag, den 27. August 2011 zu einer Protestkundgebung gegen die größte geplante Sauenzuchtanlage in Europa aufgerufen. Diese soll im Demminer Land, nahe Alt Tellin, im idyllischen Tollensetal, gebaut werden. Dem Aufruf waren über 300 Menschen gefolgt, darunter auch wir. Extra für uns war ein Shuttle vom nächst gelegenen Bahnhof (Sternfeld) eingerichtet worden. Die Anwesenden, zum großen Teil Aktive aus BUND, NABU und Betroffene aus der Gegend sowie prominente Politiker der Linken und der Grünen fordern u. a. das Verbandsklagerecht für Tierschutzverbände und „Keine Tierfabriken mehr, weder hier noch anderswo!“, denn alle Tiere, auch Nutztiere, sind fühlende Wesen und haben eine artgerechte Haltung sowie einen respektvollen Umgang verdient!!!

„Lasst die Sau raus!“

Unser Livemitschnitt der Rede von Jörg Kröger, dem Sprecher der Bürgerinitiative, steht hier bereit.Rede von Jörg Kröger

Altstadtmodell von Rostock

Vom Bildhauer Jo Jastrams (04.09.1928 bis 07.01.2011), lassen sich so manche Kunstobjekte in seiner Geburtsstadt Rostock finden. Dazu gehören z. B. die Skulptur „Die Afrikanische Reise“ am Stadthafen, der „Brunnen der Lebensfreude“ auf dem Universitätsplatz und das Wandrelief „Die Verantwortung des Menschen“ in der Nähe des Marktes.
Das Altstadtmodell von Rostock war Jastrams letztes Kunstwerk. Dieses wurde vom Bildhauer Dirk Wunderlich vollendet und am 24.06.2011 anlässlich des 793. Stadtgeburtstages von Rostock enthüllt.
Das von der Volks- und Raiffeisenbank gestiftete Bronze-Modell steht nicht etwa auf dem Marktplatz, sondern ein wenig versteckt neben der Langen Straße, hinter der Marienkirche, am Restaurant „Old Western“.
Vom Rostocker Hauptbahnhof aus gelangt man z. B. mit der Straßenbahnlinie 5 bis zur Haltestelle „Neuer Markt“ bzw. „Lange Straße“, wo man nach dem Aussteigen die Straße und die Schienen überqueren und entsprechend vor oder zurück an der Langen Straße laufen muss. Meistens lässt sich das Stadtmodell gut anhand der Menschentraube finden, welche sich oft darum drängt. Denn es ist eine beliebte Ergänzung von Stadtführungen. Hier können die Besucher von Rostock einen Überblick über die Innenstadt und die Lage des Stadthafens bekommen.
Detailgetreu ausgearbeitet sind vor allem die Pfarrkirchen, die Stadttore, die Klöster und das Rathaus (ohne seinen neuen Anbau). Diese Sehenswürdigkeiten wurden auch mit Punktschrift versehen. Die Legenden wurden in Großdruck aufgebracht. Um den gegenwärtigen Standort des Betrachters zu markieren, wurde ein signalroter, gut fühlbarer Knubbel eingefügt. Andere Gebäude sind nur angedeutet. Autos, Boote und Menschen beleben das Stadtbild.

Bild: Eine detailliert ausgearbeitete Kirche fast auf Augenhöhe aufgenommen.
Bild: Kirche
Bild: Das Tastmodell der Rostocker Innenstadt in vollem Ausmaß.
Bild: Tastmodell der Rostocker Innenstadt
Bild: Ein Finger betstet die Spitze eines filigran ausgearbeiteten Kurchturms
Bild: Kirchturm berührt
Bild: In der Mitte des Bildes fahren zwei Autos auf einer Strasse. Diese sind sehr schön ausgearbeitet. Im Hintergrund, etwas unscharf, ein weiteres historisches Bauwerk.
Bild: Kleine Details - Autos im Bild

Spurenweg in Kratzeburg

Die Gemeinde Kratzeburg gehört zu Mecklenburg-Strelitz und liegt im westlichen Teil des Müritznationalparks. Der Bahnhof Kratzeburg befindet sich auf der Strecke Rostock-Waren-Neustrelitz, wird aber nur von den Regionalbahnen angefahren. Die Landschaft um den Ort herum ist sehr wald- und seenreich und lädt zum Wandern zu Fuß und mit dem Boot ein.
Kommt man in Kratzeburg an, so fühlt man sich um einige Jahrzehnte zurückversetzt. Denn im Bahnhofshäuschen befindet sich eine alte Leitwarte der Bahn, wo noch alles per Hand bedient wird. Der Bahnhof ist in der Dorfstraße gelegen, welche sich durch den gesamten Ort zieht. Vom Bahnhofsgelände kommend, wenden wir uns nach links auf die Dorfstraße, folgen dieser bis zu einer kleinen T-Kreuzung. Hier wenden wir uns nach rechts und folgen der Straße. Auf dieser erreichen wir rechts einen Feldweg, in den wir einbiegen. Links neben dem Weg steht eine Infotafel, welche den Spurenweg als Relief und mit Braille- und Großdruck-Beschriftung zeigt. Anschließend biegt gleich ein Pfad links in den Wald ein, welcher auf seiner rechten Seite mit Baumstämmen beschränkt ist, die wagerecht, kurz über dem Boden angebracht wurden und so eine niedrige Wegbegrenzung bilden. Der Weg lässt sich gut unter den Füßen erspüren. In den Kurven und bei Weggabelungen helfen dem Wanderer wiederum Baumstämme, welche den Weg dann jedes Mal für einige Meter rechtsseits als Wegmarkierung begleiten.
Auf dem Weg in Richtung Dambeck gibt es 10 Infostationen. Zum besseren Auffinden dieser wurde einige Meter vor und nach den Stationen eine niedrige Umzäunung aus liegenden Baumstämmen aufgestellt. Zu den Stationen führt jeweils eine Pflasterung, welche den Wanderweg quert. Die Infotafeln bestehen aus Kunststoffplatten, welche auf pultartige Metalltafeln geschraubt worden sind. Die Überschrift wurde auch in Braille-Schrift aufgebracht, die Infotexte sind in gut lesbarer Druckschrift verfasst. Die Themen der ersten 6 Aufsteller sind: „Fundamente im Wald“, „Turnplatz“, „Schirmeiche“, „Postkutschenhaltestelle“, „Waldtaxi“, „Die Hogingleitung“. Rechts neben der Tafel „Die Honigleitung“ stehen Reste einer Beregnungsanlage, Stutzen und ein Rohr. Bis 1993 wurde das Abwasser von Neustrelitz über die sogenannte Honigleitung nach Kratzeburg gebracht, wo damit Wiesen und Bäume beregnet worden sind. Manchmal soll sogar Klopapier auf den Bäumen gehangen haben! Inhalte der nächsten 4 Stationen sind: „Trichterspinnen“, „Harzgewinnung“, „Gestrüpp“, „Ural 72“ (ein sowjetischer Posten). Wir sind nun am Ende dieses Abschnittes angelangt. Links steht eine ebensolche Infotafel wie am Beginn des Spurenweges. Rechts führt uns nun die Wegbegrenzung zum zweiten Abschnitt des Wanderweges. Wir gehen jedoch geradeaus in den Ortsteil Dambeck hinein. Wir wenden uns nach rechts und gehen dann links durch ein Wäldchen hindurch bis zu einem größeren Haus. Dieses gehört zum Familien- und Ferienpark. Wir steigen die Treppen hoch, passieren die Eingangstür und einen Raum, bis wir auf der hübschen Seeterasse stehen. Dort genießen wir selbst gebackenen Kuchen und Kaffee. Gestärkt wenden wir uns nun wieder dem Spurenweg zu und treffen hier, auf den kürzeren Abschnitt, auf 4 Infotafeln mit folgenden Themen: „Brannwein“, „Alter Grenzstein zwischen Mecklenburg-Strelitz und Mecklenburg-Schwerin“ (dieser steht unmittlebar hinter dem Aufsteller), „Bäverberg“, „Eisenbahnstrecke Waren-Rostock-Neustrelitz – seit 1886“. Wir sind am Ende des ca. 3,6 km langen Wander-Rundwegs angekommen und stehen jetzt einige Meter oberhalb der Einmündung, an der wir unseren Rundgang begonnen haben. Auf dem Rückweg gehen wir geradeaus, durch eine Eisenbahnbrücke hindurch. Anschließend wenden wir uns gleich nach links und kommen an einem See mit Badestelle vorbei. Nach einem Parkplatz wenden wir uns nach links, unter einer weiteren Eisenbahnbrücke hindurch und dann wieder nach links. Auf einem ziemlich holprigen Weg gelangen wir so zurück zum Bahnhof, allerdings kommen wir jetzt von der anderen Seite. Bemerkung: Um braillekundigen Menschen das Lesen der Texte zu ermöglichen, wurden entsprechende Begleithefte für den Spurenweg angefertigt. Diese kann man in der Nationalparkinformation Kratzeburg „Flatterhus“ ausleihen. Adresse: „Flatterhus“: Dorfstraße 31, 17237 Kratzeburg.

Bild: Der Tastplan zu Beginn des Spurenwegs. Schön ausgearbeitet reliefartige Strukturen für Moore, Wald und Wasser werden von Janas Finger erspürt.
Bild: Tastplan des Spurenweges
Bild: Zwei Rohre die aus dem Waldboden ragen
Bild: Reste der Honigleitung
Bild: Eine Schautafel auf einem Pult. Im oberen grünen Bereich befindet sich die Überschrift in Braile. Darunter viel Text in gut lesbarer Schwarzschrift.
Bild: Schautafel auf einem Pult

Assistenzsegeln in Rerik

Das Ostseebad Rerik ist zwischen Salzhaff und Ostsee 14 km westlich von Kühlungsborn gelegen. Einen Bahnhof gibt es hier leider nicht, man erreicht den Ort mit dem Bus von Bad Doberan bzw. von Neubukow aus, welche beide auf der Bahnstrecke Rostock-Wismar liegen. Das 2400 Seelenstädtchen hat vieles zu bieten: schöne Natur, es gibt keine großen Hotelanlagen, eine kleine aber feine Promenade, Ausflugsmöglichkeiten in der näheren Umgebung, jede Menge Boote, einen Fahrradverleih mit einem Tandem im Angebot, Einkaufsmöglichkeiten und eine große Auswahl an Restaurants. Nur feinen Sandstrand sucht man hier vergebens. Dafür gibt es zwei Hundestrände (einen links der Seebrücke kurz vor der gesperrten Zufahrt zur Halbinsel Wustrow) und einen an der Steilküste. Nach Aussage der Kurverwaltung, welche gleichzeitig als Touristinformation fungiert, gibt es keine speziellen Angebote für blinde und sehbehinderte Urlauber.

Das Salzhaff, welches ein Teil der Wismarbucht ist, bietet sich zum Surfen und Segeln geradezu an. Hier befindet sich auch die Segelschule von Torsten Chudzik, einem Einheimischen, der seit 25 Jahren als Segellehrer unterrichtet. Für diese Saison liegt bei ihm ein Trimaran am Steg, welchen wir unbedingt ausprobieren wollen: Denn dieser „Combi-Tri“ wurde am 5. Mai 2011 als Sieger des Wettbewerbs „Barrierefreier Tourismus für alle in Mecklenburg Vorpommern“ im Bereich Innovation ausgezeichnet, welcher vom Tourismusverband MV und dem Servicebüro für Barrierefreien Tourismus in Rostock 2011 erstmalig durchgeführt worden ist. Ursprünglich wurde dieser Trimaran für Rollstuhlnutzer und anderweitig körperbehinderte Segler konzipiert. So wurde z. B. ein Mittelsitz entwickelt, welcher in den Mittelrumpf eingebaut werden kann. Das Rollsegel ist einfach zu handhaben. Durch die beiden Ausleger, welche den Mittelrumpf mit den beiden Stützrümpfen verbinden, erhält das Sportboot eine große Stabilität und vermittelt einem so ein gewisses Sicherheitsgefühl. Torsten empfängt uns herzlich und überreicht uns die Ölkleidung, welche ein Nass werden unserer Kleidung verhindern soll. „Ihr habt ein ordentliches Windchen mitgebracht“ meint der 45jährige lächelnd. Für uns fühlt sich die Windstärke 6 eher wie ein Sturm an. Obwohl es bereits Ende Mai ist, ist es ganz schön frisch in Rerik, deshalb ziehen wir dankbar die wasserfeste Latzhose und die -Jacke über unsere normale Kleidung. Nun wir sahen sicherlich schon besser aus! Die Kleidung ist kunterbunt, damit man bei einem Notfall schnell im Wasser ausgemacht und wieder an Bord gehievt werden kann. Dann noch die Schwimmwesten darüber und los geht’s! Von Anfang an vermittelt uns Torsten das Gefühl, alles im Griff zu haben und genau zu wissen, was zu tun ist. Wir machen es uns jeder auf einem der beiden Trampoline der Seitenrümpfe bequem und lassen die Beine in den Mittelrumpf baumeln, wo jetzt kein Sitz eingebaut ist. Zunächst lassen wir erstmal die Bewegungen des kleinen Bootes auf uns wirken und versuchen zu erspüren, aus welcher Richtung der starke Wind weht. Die 60 cm hohen Wellen überspülen das Segelboot, wenn wir in eine Böe kommen. Die Segelfläche ist heute nur halb entrollt, weil der Wind zu stark ist, erklärt uns der Segellehrer. Inzwischen sind unsere Schuhe durchgeweicht, beim nächsten Törn werden wir sie deshalb lieber an Land lassen oder an Bord an einem trockenen Plätzchen verstauen. Doch nur um mitzusegeln sind wir nicht nach Rerik gekommen – so etwas kann man schließlich überall an der Ostsee erleben – wir wollen selber Hand anlegen. So drückt Torsten einem von uns die Verlängerung der Ruderpinne in die Hand, welche ähnlich wie ein menschliches Kniegelenk funktioniert, was gebeugt und gestreckt werden kann. Er erklärt uns, was beim „Anluven“ und beim „Abfallen“ zu tun ist und wir probieren mit seiner Hilfe Wende und Halse aus. Das Segel, welches nur am drehbaren, frei stehenden Mast und an einem Seil befestigt ist, hat Torsten entweder in der Hand oder es ist fixiert. Ist der Trimaran auch ostseetauglich? wollen wir wissen. „Bei guten Bedingungen und der richtigen Windrichtung kann man auch auf der Ostsee segeln“, so die Expertenmeinung. „Ich habe ihn im Salzhaff bereits erfolgreich bis Windstärke 7 getestet.“ Torsten gibt Jana, die nicht erkennen kann wo sie hinsegelt, ständig Kommandos, wie die Ruderpinne zu bewegen ist. Mario, der sehbehindert ist, wird von ihm auf verschiedene Orientierungspunkte im Wasser und an Land aufmerksam gemacht, welche sich in unterschiedlicher Entfernung zum Boot befinden. So kann er herausfinden, was Mario noch erkennen kann und somit einschätzen, in wie weit er den Trimaran selbständig zu steuern vermag. Das Steuern mit der Ruderpinnenverlängerung ist kinderleicht und, im Gegensatz zum steuern einer Jolle, nicht kraftaufwändig. Torsten, der derweil fröhlich plaudert, greift sofort ein, wenn wir vom Kurs abkommen. Da wir insgesamt nur zweimal segeln können, kommen wir leider nicht mehr dazu, den Umgang mit dem Segel zu erlernen. Das ist ein bisschen schade, aber trotzdem war das Segeln auf dem „Combi-Tri“ für uns beide eine tolle Erfahrung, die wir unbedingt wiederholen und ausbauen wollen. Bis dahin gilt es aber erstmal, ein bisschen Seglerlatain zu lernen.

Adressen: Segelschule Torsten Chudzik, Am Haffplatz 7, 18230 Rerik, www.segelschule-rerik.de Fahrradverleih Zweiradhaus Drygall, Am Parkplatz 7c, 18230 Rerik www.combi-tri.de

Jana steuert den Trimaran. Der Combi-Tri ist von vorn zu sehen.
Foto: Trimaran von vorn
Der Trimaran "Combi-Tri" wird von Jana und Torsten sicher vom Salzhaff nach Rerik gebracht. Der Trimaran ist hier schräg von vorn zu sehen.
Foto: Trimaran "Combi-Tri" kommt vom Salzhaff nach Rerik
Der Combi-Tri von der Seite. Das zu einem Drittel entrollte Segel ist gut zu erkennen. Außerdem die Seitenschwimmer des Trimarans, die sich leicht aus dem Wasser heben. Jana steuert den Trimaran auch auf diesem Bild.
Foto: Combi-Tri von der Seite
Der Combi-Tri fährt in den Hafen von Rerik. Jana hat dabei die Ruderpinne fest in der Hand. Im Hintergrund sieht man die Silhouette Reriks.
Foto: Combi-Tri fährt in den Hafen von Rerik

Duft- und Tastgarten Papendorf

„Der Duft- und Tastgarten Papendorf – Ein Ort zum Lernen und Verweilen

Die Alten wussten noch um die vielen Hausmittel, die richtigen Würzen für Braten, Brot und Eintopf, die duftenden Blüten für den Wäscheschrank und die Kräutersträuße zur Abwehr von Unheil. Sie wussten, wo diese grünen Schätze vor der Haustür und hinter der Gartenpforte zu finden sind. Im Duft- und Tastgarten Papendorf im Lassaner Winkel wächst, blüht und reift auf einem Hektar eine Vielfalt von Pflanzen, deren Wert für Küche und Hausapotheke meist vergessen ist. Menschen jeden Alters sind eingeladen, im Garten des Mirahell e.V. die Natur in ihrer Kraft und Fülle für sich zu entdecken. Ein Teil des Gartens ist barrierefrei gestaltet, in Hochbeeten angelegt, und die Pflanzen sind mit Blindenschrift beschildert. Menschen mit Handicaps, insbesondere sehbehinderten Menschen, ist es so leicht möglich, ihre Erfahrungen mit Pflanzen zu sammeln. Die dort und in der Kräuterspirale angesiedelten Gewürzpflanzen sind fast alle zugleich Heilpflanzen, ebenso wie die im Frauenbeet versammelten Kräuter, Blumen und Stauden. Das Hildegard-von-Bingen-Beet erzählt von den Kräutern der Nonnen und Mönche, die bereits vor tausend Jahren in den Klöstern Heilpflanzen kultivierten. Vergessene Gemüse und Getreide erinnern an die Reichhaltigkeit der „Lebensmittel“, die die Natur anbietet. Zugleich ist der Duft- und Tastgarten ein schöner Ort der Begegnung mit der Natur, still, erholsam und anregend für alle Sinne. Ein Gang durch das „Pommersche Labyrinth“ lädt ein, sich auf den Weg des Lebens zu begeben, bereit zu sein, Neues zu entdecken, sich selbst zu wandeln. Für alle, die den mit Thymianpolstern eingefassten Weg nicht gehen können, ist das Labyrinth in einen Stein gemeißelt – der Tastsinn macht sich auf die Suche, bis er zum Ziel gelangt – und in der eigenen Mitte ruht. Der Garten ist ein Lernort für große und kleine Menschen: Regelmäßige thematische Führungen und Pflanzentafeln helfen, die Schätze der Natur neu zu heben. Der Duft- und Tastgartcn lädt auch zu Ausflügen, Festen, Kindertagen, Musik, Tanz und kunsthandwerklicher Gestaltung ein. Wir bieten ein Sortiment aus regionalen Kräuterprodukten an. Der Garten ist jederzeit offen. Für den Erhalt des Gartens bitten wir die Besucher um einen Beitrag von 3,50 Euro in die Kasse des Vertrauens. In den Monaten von Mai bis Oktober ist von Mittwoch bis Sonntag eine Ansprechpartnerin vor Ort. Duft- und Tastgarten Papendorf Mirabell e.V., Duft- und Tastgarten, Am Weiher 9, 17440 Papendorf bei Lassan, E-Mail duft@mirabellev.de, www.mirabellev.de“ (Flyerinhalt)

Etwa 20 km von der nächsten Bahnstation (Hohendorf oder Anklam) entfernt und damit beinahe unerreichbar für Sehbehinderte und Blinde ohne Mitfahrgelegenheit mit einem PKW, liegt der Garten im idyllischen Lassaner Winkel. Wir betreten ihn durch eine Gartenpforte und stehen sogleich mitten im Grünen. Es gibt erst einmal kaum so etwas wie Wege. Überall stehen ca. 70 cm hohe, pultartige Aufsteller mitten im Beet oder am Rand. Auf ihnen kann man den deutschen und latainischen Namen der Pflanzen in Braille- und Großschrift lesen. Die Dufterlebnisse sind berauschend. Weiter unten stoßen wir auf einen Steinweg. Auch dort gibt es diese Beschilderungen. Er führt zu einem kleinen See, wo ein paar noch verstaubte Strandkörbe stehen. Überall auf den Bänken sitzen Leute, die zu meditieren scheinen. Leider kann bei uns kaum von Entspannen die Rede sein, da unser Führhund nicht verstehen will, dass er auf dieser riesigen Wiese nicht seinen üblichen Beschäftigungen nachgehen darf. Wir wollen den Barfußpfad ausprobieren, doch unsere sehenden Begleiter raten uns davon ab, da dort die beiden frei laufenden Zicklein ihre Hinterlassenschaften verteilt haben. Diese führen derweil einen Boxkampf auf. Worum es dabei geht bleibt uns leider verborgen, um die saftigsten Kräuter sicher nicht, denn davon sind schließlich genug für beide da! Heute ist nicht irgend ein Sonntag, sondern es ist der Tag der Eröffnung der Saison 2011. Deshalb erklingen fröhliche Frühlingsliedchen, es gibt selbstgebackenen Kuchen und Kaffee.

Besucheradresse: Duft- und Tastgarten Papendorf, Am Weiher 9, 17440 Lassan Ot. Papendorf

Foto: Ein Schild mit dem Aufdruck "Schlüsselblume - Primula Veris" in Schwarzschrift, darunter ertasten Jans Finger die Brailebeschriftung.
Foto: Beschilderung

Miniaturstadt Bützow

Zwischen Rostock und Schwerin liegt der Ort Bützow. Der Bahnhof ist saniert und es existiert ein Leitsystem, welches in die Bahnhofshalle bzw. aus dem Bahnhofsgelände heraus führt. Ist dieses zu Ende, trifft man rechts gleich auf eine Bushaltestelle. Von hier aus kann man, zumindest wochentags, bequem mit dem Bus bis zu Famila fahren. Von dort aus sind es nur noch wenige Meter zum Miniaturpark im Ausstellungsgelände des BQG e. V. (Beschäftigung- und Qualifizierungsgesellschaft).
Will man zu Fuß gehen, wendet man sich nach links (besser ist es, wenn man die Straßenseite wechselt) und folgt der Hauptstraße etwa 1,5 km weit über eine Eisenbahnbrücke hinweg bis zu Famila. Auf dem Gelände des BQG entstanden seit 1995 als ABM-Maßnahmen 130 Modelle von historischen Gebäuden in Bützow, wie sie zwischen 1850 und 1910 dort standen. Die originalgetreuen Nachbauten wurden im Maßstab 1:10 gefertigt. Es sollen noch weitere 100 hinzukommen. Als Vorbilder dienten Häuser auf Fotos, Postkarten und Baupläne. In einem Blockhaus kann man winzige Details der Modelle abtasten, wie Türdrücker und Fenster. Für sehbehinderte und blinde Besucher ist das Berühren der Häuschen erlaubt. Ganz besonders hübsch fanden wir die Minimenschen, die man teilweise in den Minigebäuden findet. Auf dem parkähnlichen Gelände werden auch Wallanlagen, Straßenzüge mit Kopfsteinpflaster und Gewässer dargestellt. Außerdem gibt es auf dem Gelände Kräutergarten, Feuchtbiotop, Taststrecke, Backhaus sowie Tische und Stühle zum verweilen. Bei schönem Wetter kann man sich hier sicher für ein paar Stunden aufhalten. Geöffnet ist der Miniaturpark in der Nebensaison von Montag bis Donnerstag und von Mai bis Oktober auch an den Wochenenden. Besucheradresse: Miniaturstadt Bützow, Gewerbegebiet, Tarnower Chaussee / Nebelring, 18246 Bützow. Weitere Informationen auf: www.buetzow-schwaan.de.

Foto: Das im neugotischen Tudorstil erbaute Rathaus der Stadt Bützow erstrahlt in einem warmen gelbton. Das Modell besitzt ein mit Schiefer gedeckte Walmdach sowie viele Türmchen. Auf dem Bild ist auch der herrschaftliche und großzügige Eingang zu erkennen, der über eine Freitreppe zu erreichen ist. Über dem Eingang befindet sich ein Balkon, dessen Brüstung das Wappen Bützows ziert. Oberhalb des Balkons befindet sich eine Uhr.
Foto: Rathaus Bützow
Foto: Labrador Retriever Mexx sitzt an der Rückseite des blaugrauen Frauengefängnisses. Das Modell ist ca. doppelt so hoch wie Mexx.
Foto: Mexx am Frauengefängnis
Foto: Am Modell der Stiftskirche, welche aus rotem Backstein gefertigt ist, lassen sich die Strebepfeiler, Kaffgesims und die hohen drei- sowie vierteilige Spitzbogenfenster erkennen. Auf dem hohen roten Sattledach thront ein Dachreiter. Im Hintergrund befinden sich kleine Fachwerkhäuser der Bützower Innenstadt.
Foto: Stiftskirche St. Maria, St. Johannes und St. Elisabeth

Tastmodelle der Stralsunder Klöster

Im Rahmen des Projektes „Stralsund blind verstehen“ entstanden Tastmodelle der 3 Klöster der Hansestadt, St. Katharinen, St. Heilgeist und St. Johannis, welche wir nach und nach aufsuchen und hier vorstellen wollen:

Das Katharinenkloster befindet sich in Mitten der Altstadt und beheimatet heute die beiden bedeutensten Museen der Stadt: Das Meeresmuseum (in der Hallenkirche) und das Kulturhistorische Museum (in der ehemaligen Klausur). Im Kulturhistorischen Museum befinden sich 2 Modelle des ehemaligen Klosters St. Katharinen. Eins davon ist besser ausgearbeitet, filigraner und steht gut beleuchtet in einer Glasvitrine in der Nähe des Eingangs. Das Tastmodell jedoch steht am Anfang des dunklen Kreuzgangs um die Ecke. Auf einem ca. 80 cm hohem, fast runden Holztisch von etwa 1,20 m Durchmesser kann man die einzelnen Gebäude der Anlage und die umgebenden Bäume (Vorsicht die pieken) erkunden. Diese bestehen zum größten Teil aus Holz. Links daneben ist ein Pultständer aufgebaut, wo man etwas über die Geschichte des ehemaligen Klosters in Großdruck und Brailleschrift erfährt. Letztere wurde auf eine durchsichtige Folie aufgebracht und über die Schwarzschriftausführung gelegt. Das Kulturhistorische Museum bietet leider laut Aussage des Personals keine Tastobjekte und/oder Audioguides, allerdings können zu speziellen Führungen für sehbehinderte und blinde Besuchergruppen einzelne Objekte aus den Vitrinen geholt und abgetastet werden.

Besucheradresse: Katharinenkloster, Mönchstraße 25, 18439 Stralsund.

Foto: Tastmodell des Klosters St. Katharinen, im Vordergrund die ehemalige Musikschule in einem oker. Die Backsteingebäude im Hintergrund zeigen das Meeresmuseum sowie die Kapelle.
Foto: Tastmodell des Klosters St. Katharinen

Staatliches Museum Schwerin

„Herzlich willkommen in der Kunstsammlung des Staatlichen Museums Schwerin.

Die Kunst ist so vielfältig wie das Leben selbst. So können Gemälde griechische Sagen, biblische Geschichten oder auch alltägliche Situationen wiedergeben. Mal geht es um Liebe, mal um Schönheit und aber auch um Macht, Verrat und Vergänglichkeit. Und immer haben diese Bilder sehr viel mit uns selbst zu tun. Es macht Freude, sich mit ihnen zu beschäftigen und sie zu hinterfragen.

Wir laden Sie ein, in einer Führung die Welt der Kunst vom 16. bis 21. Jahrhundert kennen zu lernen. Ab 3 Personen können Sie eine persönliche Führung (6,50 ? pro Person) buchen, telefonisch unter 0385 5958121 oder per Mail: baumgart@museum-schwerin.de.

Seit 6 Jahren besuchen die Mitglieder der Kreisorganisation Schwerin des DBSV MV das Schweriner Museum. Mit jeder Führung qualifizieren wir uns weiter und sind überzeugt, Ihnen einen angenehmen und interessanten Museumsbesuch bieten zu können. Während des Rundgangs ist der Führende stets bemüht, die Bilder lebendig werden zu lassen. So werden die Gemälde genau beschrieben. Tastmaterialien erleichtern die persönliche Vorstellung. Gespräche über die Motive, über die Malweise und selbstverständlich über unsere manchmal auch unterschiedlichen Deutungen lassen die Museumsbesucher erfahren, dass die Kunst weit mehr als nur einen Augenschmaus zu bieten hat.

Mit der folgenden Vorschau bieten wir Ihnen einen Ausschnitt aus unserem aktuellen Programm:

ständige Sammlung bis März 2011

Ausgewählte Werke der niederländischen Malerei des Goldenen Zeitalters und die Menagerie von Jean Baptiste Oudry.

(ab April auch wieder Kunstwerke des 19. bis 21.Jahrhundert)

Wechselausstellungen

1.4. bis 26.6.2011
„Gläserne Pracht. Die Schweriner Glassammlung“

22.7. bis 23.10.2011
„Sommergäste. Die Klassische Moderne in Mecklenburg und Pommern“

Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Bis bald. Birgit Baumgart (Museumspädagogin)“

Adresse: Staatliches Museum Schwerin, Alter Garten 3, 19055 Schwerin

Stadtrundgang Wismarer Altstadt

Als Dankeschön für unsere treuen Leser möchten wir an dieser Stelle eine kleine Überraschung pünktlich zum Weihnachtsfest zum Download anbieten:

Wir haben in den letzten Wochen einen Rundgang im Daisy-Format durch Wismar erarbeitet, der einen ersten Überblick über die historische Altstadt geben soll. Dieser knapp 30 minütige Stadtrundgang (Stand Dezember 2010) soll sehbehinderten Besuchern ein selbstständiges Orientieren und Auffinden der Sehenswürdigkeiten erleichtern, aber keine professionelle Stadtführung ersetzen. Er ist sozusagen von ortskundigen Betroffenen für Betroffene, die sich kaum oder noch gar nicht in Wismar auskennen, erstellt. Auf die Idee sind wir durch den Besuch eines sehbehinderten Freundes aus Berlin gekommen, dem wir versucht haben, die attraktive Hafenstadt näher zu bringen.

Da wir den Rundgang ohne Zusammenarbeit mit Stadtführern entwickeln mussten, fehlen optische Beschreibungen der Gebäude. Wir sind darum bemüht, dies nachträglich anzufügen. Über Feetback, ob der Rundgang funktioniert, würden wir uns freuen.

Rundgang herunterladen (zip – Archiv / DAISY 2.02 / ca. 15 MB, aktualisiert im Januar 2013)

Eine besinnliche Weihnachtszeit wünscht Ihnen

Ihr Ostsee-Spezial-Team