Mediaguides für Lilienthal

Am 24. Juni 2012 statteten wir dem Otto-Lilienthal-Museum in Anklam erneut einen Besuch ab, da wir von Neuerungen bei der Informationsvermittlung gehört haben (siehe unseren Bericht vom 19. Mai 2010).

Im Museum in Lilienthals Geburtsstadt stehen den Besuchern seit kurzem derzeit „Mediaguides“ zur Verfügung, mit deren Hilfe ergänzende Informationen zur Ausstellung abgerufen werden können.

Das funktioniert über sogenannte QR-Codes. Diese, in Japan schon weit verbreiteten, zweidimensionalen Quick-Response-Codes, sind an den quadratischen Symbolen zu erkennen. Diese können mittels Smartphone-Kameras und QR-Code-Reader App ausgelesen werden.
Im Personalmuseum für den Flugpionier, Ingenieur und Humanisten kann man sich derzeit für 3,- Euro ein iPad oder einen iPod Touch ausleihen. Diese wurden von der Firma Networks Marketing AG zur Verfügung gestellt, welche eine entsprechende App zum Scannen der Codes darauf installiert hat.
Nachdem das Museumspersonal an der Kasse einen Zugangscode eingegeben hat, kann es los gehen.
Wir aktivieren auf unserem iPad 2 VoiceOver, um überhaupt mit der App arbeiten zu können.
Nun können wir uns vorlesen lassen, was auf dem Bildschirm steht. Links oben finden wir „Scannen“. Wir öffnen mit Doppeltipp und legen den Ausschnitt der stabilen iPad-Hülle, worin sich die Kamera befindet, auf einen Code. Jetzt bewegen wir das iPad wagerecht und etwas nach oben, bis wir einen Quittierungston hören. Anschließend können wir uns die Überschrift vorlesen lassen. Durch die Aktivierung von Audio, MP3 und Play nacheinander, gelangen wir zum aufgesprochenen Text.
Für das Auflesen der Texte wurden Schauspieler der Theaterbühne Vorpommern engagiert.
Die Texte enthalten keine Beschreibungen des Raumes und der Exponate und keine Orientierungshinweise. Die etwa 5 x 5 cm großen und gut fühlbaren Quadrate, auf denen die Codes aufgeklebt sind, sind entweder links oder rechts der Informationsschilder, in verschiedener Höhe, angebracht.

Das selbstständige Auffinden ist durch blinde Personen kaum möglich, da man sich, aufgrund der vielen frei stehenden Exponate, nicht an den Wänden entlangtasten kann.

Weitere Informationen unter: Networks Mediaguide

Besucheradresse:
Ellbogenstraße 1, 17389 Anklam
Internet: Lilenthal-Museum

Jana beim Scannen eines QR-Codes. Im Display des iPads erscheint im rechten oberen Teil ein QR Code.
Jana beim Scannen eines QR-Codes. Im Display des iPads erscheint im rechten oberen Teil ein QR Code.
Warne Farben umhüllen einen blau gelb gestreiften Ballon.
Warne Farben umhüllen einen blau gelb gestreiften Ballon.